Sonntag, 9. September 2012
Fast 16 km, 6 Dosen und ein wunderschöner Nachmittag
Eigentlich begann unsere Tour schon gestern. Wir hatten das Wohnmobil gepackt und ab ging die Fahrt nach Bad Oeynhausen. Auf dem Weg dorthin haben wir schnell das Döschen an dem Rastplatz Grönegau mitgenommen. Da wir gerade erst eine Woche zuvor den Cache auf der Raststätte in die andere Richtung mitgenommen hatten, war dieser schnell gefunden. Dann kurz ins Logbuch eingetragen und weiter ging die Fahrt. Es war ein Tag in der Bali Therme geplant. Wir haben richtig schön entspannt und haben den Tag in der Sauna richtig genossen. Das tat wirklich gut, um mal wieder ordentlich aufzutanken. Nach 11 Stunden Erholung pur ging es dann ins Wohnmobil und ab ins Bett. Wir hatten ja schließlich am nächsten Tag viel vor.

Heute morgen hieß es dann: Ich muss mich aus dem Bett quälen. Ich hatte so gut geschlafen wie schon lange nicht mehr, aber mein Schatz kannte keine Gnade. Aufstehen, denn die Sonne scheint so schön und wir wollten doch los, ein paar Dosen heben. Nun gut, überredet. Am Frühstückstisch hatte ich allerdings den Gedanken, heute noch einmal in die Therme zu gehen und noch einmal richtig schön zu relaxen. Nach langem Hin und Her hatten wir uns dann aber doch fürs Cachen entschieden. Im Nachhinein muss ich sagen: zum Glück! Wir hatten so einen schönen Tag!!

Unsere beiden Tierchen warteten auch schon gespannt im Wohnmobil, dass es endlich los geht:



Die Tasche wurde gepackt und wir zogen los, um das erste Versteck ausfindig zu machen. Der erste Cache war einer, den der Owner seiner kranken Tochter gewidmet hatte. Ich finde so eine Idee wirklich schön und ich hoffe, dass es der Tochter heute besser geht. Wir sind bei wunderschönem Wetter losgezogen und konnten schnell den ersten Eintrag in ein Logbuch schreiben. Herrlich, so muss eine Tour anfangen. Weiter ging es zu einem schönen Teich. Zum Glück konnten wir weiter im Schatten laufen, denn es wurde immer wärmer. Da es hier sehr muggelig war, haben wir das Spoilerbild zu Rate gezogen, damit die Suche ein wenig schneller von statten gehen konnte und siehe da, mein Mann hatte gleich den richtigen Riecher. Kurz einen Moment abgewartet, damit uns niemand sehen konnte und dann schnell die Dose geborgen. Ein wirklich sehr schöner Ort für ein Versteck:



Aber das sollte heute nicht der letzte Log bleiben. Also ging es weiter. Wir hatten uns einen nächsten Cache ausgeguckt und als wir uns die Kommentare durchgelesen hatten, war ich schnell demotivert diesen Cache zu versuchen. Alle Kommentare, die wir auf unserem GPS hatten sagten, dass es die Dose nicht geben würde. Mein Schatz wollte das aber nicht so ganz glauben und schaute noch einmal über das Handy nach ganz aktuellen Kommentaren und siehe da, der Owner hatte bekannt gegeben, dass er die Koordinaten noch einmal anpassen musste, da die ersten nicht sehr genau gewesen waren. Also haben wir doch einen Versuch gestartet. Auch hier war es heute recht muggelig, was sicher an dem schönen Wetter lag. Nach ein paar Minuten Warterei haben wir uns auf die Suche gemacht. War gar nicht so einfach. Ich hatte den Cache zwar schon gesehen, hatte aber keine Möglichkeit gefunden ihn zu öffnen und in dann auch nicht mehr wirklich beachtet. Eigentlich nur so nebenbei habe ich meinem Schatz gesagt:"Du, da unten ist ein Wegvermessungspunkt." Da war dann auch das Versteck. Mein Mann hatte das richtige Händchen, um das Versteck freizulegen. Schnell noch ein Foto von uns beiden gemacht und den nächsten Cache im GPS gesucht:



Weiter ging es dann im Aqua Magica. Davon hatte wir schon auf jeder Durchfahrt durch Bad Oeynhausen auf den Hinweisschildern gelesen, konnten uns aber nie wirklich etwas darunter vorstellen. Daher waren wir sehr erfreut, als wir festfestellt hatten, dass es dort auch einen Cache gibt. Wir kamen also in den kostenfreien Teil des Parks und hörten ein ganz komisches Geräusch. Wir fragten uns, was das wohl sein könnte, fanden aber keine Erklärung. Als wir dann über den Spielplatz um die Ecke bogen, sahen wir es: mitten im Park steht eine große Wildwasserbahn! Damit hatten wir allerdings nicht gerechnet. Dort konnte man auch Kleinigkeiten essen und sich nett hinsetzen. Aber wir hatten erst einmal eine Aufgabe. Wir wollten erst einmal fündig werden. Also ging die Suche zunächst weiter. An den angegebenen Koordinaten angekommen, konnten wir auch dieses Versteck schnell lüften. Heute hatten wir irgendwie den richtigen Riecher. Zunächst auf jeden Fall. Auch hier haben wir uns schnell in das kleine Logbuch eingetragen und mein Mann hatte kurz überlegt seinen TB Robbie dazulassen, sich dann aber doch dagegen entschieden.



Da wir mittlerweile schon ein wenig unterwegs waren, gingen wir dann noch einmal zur Wildwasserbahn und haben uns erst einmal ein schönes, kühles Getränk und eine Kleinigkeit zu essen geholt. Mittlerweile war es wirklich sehr warm geworden. Wir hatten uns ein kleines Plätzchen gesucht und die Sonne genossen. Herrlich. Die ganze Anlage hatte etwas vom englischen Garten in München und es war ordenlich was los.

Nach der Pause ging es dann noch ein Stückchen weiter durch die Experementiergärten, die uns aber ehrlich gesagt nicht so wirklich umgehauen haben. Was aber auch vielleicht daran liegen könnte, dass es nur wenig Schatten an den Infotafeln gab und wir nicht bereit waren uns in die pralle Sonne zu stellen, um an die Infos zu kommen. Ich denke, wenn man sich etwas mehr damit auseinander setzt, ist es sicherlich auch interessant. Dafür wurden wir aber mit einem wunderschönen Ausblick von der Plattform aus belohnt.

Zum nächsten Cache mussten wir dann durch ein kleines Wäldchen laufen und etwas kraxeln. Da ich mein Talent zum ins Wasser fallen kenne und der Weg abwärts Richtung eines kleinen Baches ging, habe ich dann die Tasche bewacht und mein Schatz hat sich auf die Suche gemacht. Auch hier ging es heute recht schnell, das Döschen zu heben. Wir haben es uns auf einer Bank gemütlich gemacht, uns im Logbuch verewigt und den Found im Internet geloggt. Hier ist Schatzis TB Robbie dann doch auf die Reise gegangen. Wir hoffen, dass er bald gefunden wird und weiter auf die Reise gehen wird. Wir sind ganz gespannt. Nach einer kurzen Rast ging es dann weiter.

Ganz in der Nähe, keine 200m sollte der nächste Micro liegen. Das mag auch wohl so sein, da wir aber an Privatgrundstücke kamen, auf denen die Häuser ziemlich weit am Versteck standen und wir nichts auf den ersten Blick sehen konnten, haben wir auch nicht lange gesucht. Ich finde solche Verstecke in so dicht besiedelten Wohngebieten immer etwas unangenehm, da man sich doch wirklich sehr beobachtet fühlt. Also sind wir hier diesmal schnell unverrichteter Dinge weitergezogen.

Oh man, mittlerweile war es wirklich warm geworden. Wir hatten uns aber doch schon recht weit von unserem Cachemobil fortbewegt, so dass wir uns dann dafür enschieden hatten, dass ein Umweg, um die letzten beiden Caches, die wir auf unser GPS geladen hatten, nun auch nicht mehr so schlimm sein konnte. Wenn wir doch eh schon unterwegs waren...

Also ging es weiter. Sonne, bergauf und so langsam doch ein wenig kaputt. Egal. Ab in den nächsten Wald, ein wenig klettern und eine schöne Dose gefunden. Aber nicht nur eine schöne Dose gefunden, sondern auch ein Wiesel. Wir sitzen da so nichtsahnend und loggen wild durch die Gegend und auf einem Mal sehen wir was flitzen. Aber wirklich flitzen und zwar wie bescheuert von links nach rechts und oben nach unten und wieder von rechts nach links. Ich muss sagen, es sah sehr planlos aus. Das Tierchen kam uns immer näher, als wenn es uns gar nicht gesehen hatte. Wir saßen ganz still da und haben einfach nur beobachtet. Ich war ganz begeistert, hatte ich doch noch nie ein Wiesel in freier Wildbahn gesehen. Ich finde, das sind immer solche Momente, in denen man ganz glücklich ist, sich doch aufgerafft zu haben und diese Tour gemacht zu haben.



Das Wiesel war leider zu schnell zum fotografieren.

Einen letzten Cache hatten wir jetzt nun noch auf unserer Liste. Und was zeigt das GPS? 1,2 km. Puhhh, aber was nützt es? Wir mussten eh in die Richtung zurück zum Cachemobil. Also ging es weiter. Wieder Sonne pur und kaum ein Fleckchen Schatten... Wo ist der nächste See, in den wir springen können?? Einen See zum schwimmen hatten wir leider nicht gefunden, aber als ich mich einmal umdrehte, hatte ich dann diesen wunderschönen Blick:



Na das ist doch auch mal was. ;)

An unseren letzten Koordinaten des heutigen Tages endlich angekommen, fanden wir eine alte Hofmühle vor und jede Menge Muggels. Wir schauten uns die Mühle genau an und ließen uns von den Müllern einiges über die Herkunft der Mühle und über das Müllerdasein in den früheren Zeiten erklären. Ein wirklich interessanter Ort. Nur fürs Versteck suchen war hier doch einiges zuviel los. Wir starteten einen vorsichtigen Versuch und sahen uns das Geäude einmal von seiner Rückseite an, wollten aber nicht zuviel Aufsehen erregen in dem wir da durch die Büsche stöberten. Schnell vertagten wir diesen Cache auf ein nächstes Mal. Schade, aber manchmal ist es einfach besser, wenn man zu einem anderen Zeitpunkt noch einmal wieder kommt.

So langsam wussten wir auch wieder etwas genauer, wo wir waren und wie wir wieder zu unserem Cachemobil kommen konnten. Nun dauerte es nicht mehr lange und wir kamen ziemlich erledigt am Wohnmobil an. Leider geht auch das schönste Wochenende einmal vorbei und die Heimfahrt muss angetreten werden. Aber die nächste Cachetour wird nicht lange auf sich warten lassen. Noch ist nichts genaues geplant. Ich bin gespannt, wo es uns als nächstes hinverschlägt.

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