Donnerstag, 6. September 2012
Okay, jetzt geht es los
Mein erster Blogeintrag und ich hab noch keinen Plan, wie hier alles funktioniert, aber los gehts:

Der Anfang

Eines schönen Abends haben mein Mann und ich beschlossen: Wir informieren uns mal einfach so ganz unverbindlich über das Geocachen. Aus diesem einfach mal so ganz unverbindlich ist dann eine schöne Freizeitbeschäftigung geworden, der wir beiden jetzt gemeinsam gerne nachgehen. Es macht Spaß, ist an der frischen Luft und wir verbringen eine schöne Zeit zusammen. Damit wir uns auch in ein paar Jahren noch an unsere Touren erinnern können, habe ich beschlossen alles einmal hier festzuhalten. Also geht es jetzt los damit.

Da sind wir beiden:



Mein Mann ist das Schweinchen Deklousters und ich bin das Schaf SaTou. So gehen wir gemeinsam auf Tour.

Die erste Tour

Kaum hatten wir ein wenig im Internet gesurft und uns Informationen gesammelt, hatten wir auch schon Blut geleckt. Die erste Tour wurde "geplant". Wir wollten mit dem Fahrrad unserem Heimatort erkunden. Da wir noch kein GPS-Gerät hatten, haben wir uns eine App aufs Handy geladen. Wir waren sowas von gespannt, wie das alles läuft, hatten die Fahrradtaschen gepackt und Deklousters das erste Rad aus dem Schuppen geholt. Und dann?? Fing es an zu Regnen und das nicht gerade wenig. Also Fahrrad wieder eingepackt und geschmollt. Was soll das denn jetzt? Nach langem Hin und Her haben wir uns dann in die Regenklamotten geschmissen, ins Cachemobil gesetzt und sind ein wenig durch die Gegend gefahren. Der erste Cache war gar nicht mal weit von zu Hause entfernt und dank der Neugierde meines Mannes (er hatte vorher auf dem Nachhauseweg schon einmal ein wenig geschaut) auch ganz schnell gefunden. Das erste Mal den Namen im Logbuch eingetragen und gleich Feuer gefangen. An dem Tag waren wir einige Stunden unterwegs und haben gleich 6 Dosen gehoben. Das war bislang der "erfolgreichste" Tag. Es war ein schöner Tag, wir hatten viel Spaß und nur eine Dose nicht gefunden. Nachdem wir fast eine Stunde durch Brennesseln gestiefelt sind, haben wir es dann erst einmal vorerst aufgegeben, aber ich bin mir sicher, eines Tages werden wir auch diese Dose heben.

Weiter gehts

Wir brauchen einen neuen Perso. Was das mit dem Geocachen zu tun hat? Wenn wir schon einmal im Ort sind, dann können wir auch schnell drei Dosen heben. Gesagt, getan. Wir haben Orte gesehen, von denen wir gar nicht wussten, dass sie exestieren. Und wir haben auch wirklich schöne Cacheverstecke gefunden. Manche Owner sind wirklich sehr erfinderisch. Und wir haben unseren ersten Mysterie gehoben, man war das ne Plackerei. Wir mussten erst einmal Informationen bei meinem Schwiegervater einholen. Dank seiner guten Ortskenntnis waren wir schnell am Startpunkt, nach einigen Schwierigkeiten beim Kompass lesen konnten wir dann aber auch diesen Cache endlich finden.

Die erste geplante Tagestour

Die nächste Tour war schnell geplant. Es sollte nach Tecklenburg gehen, damit wir den ersten Trackable,den wir auf unserer ersten Tour gefunden hatten, auch ein paar Meterchen weiterbringen konnten. Da mein Handy zwar ganz gut war mit der App, der Akku allerdings doch sehr schnell leer war und wir nun eine Tagestour geplant hatten, war ich nicht wirklich begeistert von der Handy-Lösung. Was bedeutet: Ein GPS-Gerät muss her. Gar nicht so einfach, diese Dinger gibt es gar nicht einfach mal eben so überall und da wir gerade erst angefangen hatten, wollten wir auch nicht gleich ein kleines Vermögen dafür ausgeben. Und es sollte möglichst sofort da sein. Ja, wir sind da nicht so geduldig. :) Also haben wir uns ans Telefon gehangen und dann wirklich einen Laden gefunden, der ein annehmbares Gerät zu einem annehmbaren Preis hatte. Freitags sind wir los, haben es gekauft und keine Lust bis Sonntags zu warten. Also nach dem Einkauf schnell ein paar Caches drauf geladen und ab ging es nach Bad Iburg. Wir haben an diesem Tag 3 Dosen gehoben und dabei einen wirklich schönen Spaziergang gemacht. Man lernt soviele Ecken kennen, an die man zuvor noch nie gekommen ist bzw. die man zuvor noch nie so bewusst wahrgenommen hat. Unser GPS hat seinen ersten Test auch gut überstanden. Es ist schon wirklich eine schöne Sache.



Tecklenburg

Auf geht's, das Cachemobil wurde mit leckeren Picknick-Sachen gepackt und hochmotiviert ging es los. Den ersten Cache hatten wir schnell gefunden und gleich einen weiteren Trackable mitnehmen können. Das Wetter war herrlich und die Berge ganz schön steil. Die ersten Caches liefen super und wir wurden mutiger, der erste Multi sollte angegangen werden. Leider hatten wir gleich die erste Station nicht gefunden. Man, das kann ganz schön frustrierend sein. Aber nach einiger Zeit hatten wir dann doch aufgegeben. Länger als eine Stunde wollten wir nicht suchen, dann lieber ein anderes Mal wiederkommen. Der nächste Cache war dann an einem alten Gutshof.



Als Hinweis hatten wir: Birke. Super. Das ganze Grundstück voll von Bäumen und wir hatten den Hinweis Birke. Wir hatten genau eine Birke gefunden. Super, hat der Hinweis also doch was gebracht. Denkste... Wir hatten gesucht und gesucht und gesucht und gesucht... Irgenwann gaben wir auf, holten uns ein schönes Stück selbstgemachten Kuchen und grübelten weiter nach. Wo könnte das Ding wohl sein. Auf dem Rückweg haben wir es dann endlich heben können. Es gab noch eine zweite Birke auf dem Grundstück, die vielleicht nicht auf den ersten Blick auffällt. Aber das Erfolgserlebnis war einmalig. :) Wieder am Cachemobil angekommen, haben wir es uns gemütlich gemacht und erst einmal gepicknickt. Lecker. Nach 5 Stunden ging es dann noch weiter zu meinem Papa und auf dem Weg dorthin haben wir noch schnell einen Cache gehoben und Deklousters hatte seinen Trackable schnell noch dort abgelegt.

Pause

Wir wollten es nicht übertreiben und haben erst einmal ein paar Tage Pause gemacht. Man hat ja schließlich noch andere Dinge zu tun. Aber so ganz aus dem Kopf ging uns die ganze Sache nicht. Also wurde die Cache-Tasche auch zu unserem Wochenendurlaub nach Bensersiel mitgenommen. Zu Hause hatten wir uns ein paar Caches ausgesucht, die wir in Bensersiel "abarbeiten" wollten und wir hatten uns auch unsere erste Challenge ausgesucht. Die Challenge war schnell erledigt mit dem folgenden Foto:



Döschen haben wir leider nicht soviele gehoben. An dem Wochenende war dank der Ferien noch soviel los, dass wir bis abends gewartet hatten um mit unserer Tour zu beginnen. Als wir dann losgezogen sind, hatten wir gleich den ersten nicht gefunden. Mh, doof. Das zweite Versteck war im Gegensatz schnell gehoben, nur dann fing es so doll an zu regnen und zu gewittern, dass wir uns schnell in unseren Wohnwagen zurückgezogen hatten. Schade, aber nicht zu ändern. Das nächste Mal, wenn wir oben sind, geht es da weiter. Ganz sicher!

Melle

Die nächste Tour wurde geplant. Wir wollten nach Melle. Zum Drachenfest und zum Cachen. Ich stehe also voller Vorfreude auf und was ist? Ich habe Migräne. Super. Wars das jetzt? Erst einmal wieder hinlegen und schlafen. Aber wenn man sich was vorgenommen hat, auf das man sich wirklich freut, dann geht man einfach los. Nach dem Schlafen ging es mir besser und das Wetter war so schön, also haben wir uns doch noch ins Cachemobil gesetzt und sind nach Melle gefahren. Das Drachenfest haben wir dann sausen lassen - man muss halt Prioritäten setzen. Vom Parkplatz aus sind wir erst einmal falsch losgelaufen. Irgendwann standen wir vor Gartentoren und kamen nicht mehr weiter. Super Sache. Also wieder zurück. Anhand der Cachebeschreibung wussten wir zwar irgendwie schon ziemlich genau, wo sich die Dose an Ort und Stelle befinden muss, aber wie dahinkommen? Das war trotz GPS nicht so ganz einfach. Aber nach einem schönen kleinen Marsch haben wir es dann doch endlich bis ans Ziel geschafft. Danach hatten wir dann einen Lauf, die nächsten Caches waren schnell gefunden. Der nächste war in einem Wohngebiet. Man fühlt sich ja doch sehr beobachtet, wenn man im Vorgarten einer fremden Person rumschnüffelt, aber die Cachebeschreibung sagte, dass der Hausbesitzer Bescheid weiß, also Augen zu und durch. Dank meines Spürsinns sind wir schnell fündig geworden. Der nächste hatte sich dann wieder ein wenig schwieriger versteckt im Wald, aber hier hatte Deklousters eine gute Schnüffelnase und auch hier konnten wir erfolgreich unseren Namen ins Logbuch setzen:



Schnell noch einen weiteren Tradi heben und dann wollten wir auch wieder zum Cachemobil. Nach 3,2 km hatten wir uns das verdient. Der Weg zum letzten Versteck ging querfeld ein und wir konnten ein kleines, fast angstfreies Eichhörchen beobachten, wie es durch den Wald spazierte. Das sind solche Momente, in denen man froh darüber ist, dass man doch losgezogen ist. Es war ein wirklich schöner Nachmittag mit meinem Schatz.

Auf dem Weg nach Hause haben wir dann gleich wieder die nächste Tour geplant. Wenn alles läuft wie geplant, geht es am kommenden Wochenende mit dem Wohnmobil nach Bad Oeynhausen: Samstag schwimmen und Sonntag Cachen. :)

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